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Jeffrey Deaver: Das Teufelsspiel

TeufelsspielBuch-Kritik
 Pfeil Ich lese die Romane von "Jeffery Deaver" seit vielen Jahren mit wachsender Begeisterung. Ob es nun der verfilmte "Knochenjäger" ist, die gruselige "Schule des Schweigens", der Nerven zerfetzende "Insektensammler", oder die atemberaubende "Saat des Bösen" - "Jeffery Deaver" garantiert immer schlaflose Nächte, weil man seine Bücher einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Wort- und bildgewaltig beschreibt er seine Protagonisten, egal ob es der durch einen grauenvollen Unfall an einem Tatort fast vollständig gelähmte Ermittler Lincoln Rhyme ist, oder die Nägel kauende Superschützin Amelia Sachs, die kleine hochintelligente Farbige Geneva Settle, oder der junge, unerfahrene Polizist Pulaski - "Jeffery Deaver" nimmt sich Zeit für seine "Leute".
Und er nimmt sich auch Zeit für seine Geschichten, die meist viele Erzählstränge haben, die sich am Ende aber immer zu einem echt starken Seil vereinen. Und der Mann kennt sein Land und die Geschichte seines Landes. In seinem Roman "Das Teufelsspiel" - der übrigens im Original "Die zwölfte Karte" heißt, was mir persönlich viel besser gefallen und auch besser gepasst hätte - führt "Jeffery Deaver" den Leser weit zurück in die amerikanische Geschichte, in die Zeit des Bürgerkriegs und der Sklavenbefreiung, die zunächst erstmal gar keine war. Er schildert anschaulich das armselige und ständig bedrohte Leben, das selbst freigelassene Sklaven führen mussten, und er berichtet ebenso anschaulich wie spannend über die Bürgerrechtsbewegung. Diese geschichtlichen Hintergründe verknüpft "Jeffery Deaver" in seinem neuen Roman "Das Teufelsspiel" unglaublich geschickt mit der heutigen Zeit zu einem psychologischen Thriller, den man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Dem ehemaligen Rechtsanwalt ist nichts Menschliches fremd, und so gibt es auch in diesem Roman wieder einen tiefen Blick auf das Böse unter der amerikanischen Sonne, auf die Abgründe der menschlichen Charaktere, auf Lug und Trug, Niedertracht und Hinterhältigkeit, aber auch auf Freundschaft und Mut, Treue und Liebe. Fazit: Sie sollten den Roman "Das Teufelsspiel" von "Jeffery Deaver" nur dann zu lesen anfangen, wenn Sie die nächsten Abende nichts vorhaben. Sonst müssen Sie garantiert alles absagen, weil Sie mit dem Lesen nicht mehr aufhören können. Jeffery Deaver ist wie immer große Klasse! Absolut zu empfehlen.
Julia Edenhofer

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Wertung: 10 von 10

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 Copyright Julia Edenhofer für Literaturkritiken.de, 11.05.06
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