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Ganz schön stark!
Wie Sie souverän Ihre Ziele erreichen
Sabine Asgodom
Buch-Kritik
Gleich
in der Einleitung macht Sabine Asgodom klar, wie in ihrem Buch die
Begriffe Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, Selbstbestimmung
und Selbstdarstellung auf eine Wirkung abzielen und wie das eine
mit dem anderen zusammenhängt. Um das alles deutlich zu machen,
zeigt sie dem geneigten Leser einige erfolgreiche Frauen, die sich
jedoch klein machen, wie z. B. Frau H., eine Top-Journalistin, gut
aussehend und erfolgreich, die aber verzweifelt über ihren "Fettsteiß" jammert
und dabei auf ihren in einem Jil-Sander-Rock steckenden Popo zeigt.
Die meisten erfolgreichen Frauen würden, laut Asgodom, ihren
Erfolg eher dem Zufall oder Glück zuschreiben, als ihrer eigenen
Leistung. Schließlich darf man sich nicht selbst loben, denn
Eigenlob stinkt.
Sie zählt aber noch viel mehr Weisheiten auf, die den Mädels
(und auch manchen Jungs) durch die Kindheit begleiteten, z. B. "Dicke
Mädchen tragen keine Hosen", "du bist doch wirklich
zu dumm", "lass das", "das kannst du nicht", "aus
dir wird nie was", "so bekommst du bestimmt keinen Mann" und
noch viele mehr. Die Autorin regt ihre Leser an, sich an die Weisheiten
zu erinnern, die ihn/sie selbst durch die Kindheit begleitet und
damit auch geprägt haben, und diese augenblicklich ins Gegenteil
zu verkehren. So wird denn z. B. aus "Eigenlob stinkt" ein
viel passenderes "Eigenlob stimmt". Klingt logisch, denn
niemand kann mich besser loben als ich selbst, vor allem, wenn ich
bei der Wahrheit bleibe und nicht übertreibe. Aber auch darüber
klärt Frau Asgodom auf.
Die Autorin fordert, sich über die eigenen Wünsche und
Ziele Gedanken zu machen, bietet Hilfestellung, wie vorzugehen wäre,
um diese zu erreichen und vor allem am Ball zu bleiben und nicht
auf der Stelle
zu treten. Sie zeigt - neben den Hindernissen - die Chancen auf,
die sich jeder Frau heutzutage bieten und fordert auf, sie zu nutzen,
von der Ausbildung über Mentorinnenprogramme bis hin zum Wiedereinstieg
nach einer Erziehungspause. Auch der "Nur-Hausfrau" macht
Frau Asgodom Mut und ermuntert dazu, sich wie die Frau aus der Werbung
als "Leiterin eines gut gehenden Familienunternehmens" zu
sehen.
Sie zeigt Kraftquellen auf und lässt der geneigten Leserin Zeit
und Raum (freie Zeilen im Buch), sich die eigenen Kraftquellen zu
vergegenwärtigen und zu notieren. Sie fordert auf, diese auch
zu nutzen. Auch eine Checkliste zur Selbstbestimmung soll die Leserin
erstellen, die helfen soll, überflüssigen Ballast über
Bord zu werfen und Hemmendes zu überwinden um den Weg frei zu
räumen, das eigene Ziel zu erkennen und zu erreichen.
Die Übungen in diesem Buch sind als Anregungen zu verstehen,
machen etwas Mühe und setzen absolute Ehrlichkeit vor sich selbst
voraus. Für den Einen oder die Andere bestimmt nicht so ganz
einfach, denn die meisten Menschen neigen - meist aus Bequemlichkeit
- wohl eher dazu, sich selbst besser oder schlechter zu sehen, als
es der Wahrheit entspricht. Ist aber irgendwann der Punkt erreicht,
absolut ehrlich zu sein, dann sind diese Übungen tatsächlich
hilfreich.
Der Schreibstil von Frau Asgodom ist flüssig und locker, erinnert
zuweilen an ähnliche Werke amerikanischer Autoren, wobei die
Autorin allerdings darauf verzichtet, immer und immer wieder ihren
eigenen Erfolg in den Vordergrund zu stellen, wodurch die Gesamtheit
des Werkes glaubhaft rüberkommt.
Obwohl dieses Buch ganz eindeutig auf einen weiblichen Leserkreis
abzielt, können auch Männer durchaus etwas mit den Hilfen
und Vorschlägen in diesem Buch anfangen und sie für sich
nutzen - denn auch wenn es bei der Lektüre dieses Buches anders
erscheint, auch viele Männer wünschen sich einen Coach,
der ihnen zu mehr Erfolg verhilft.
Jo-Achim Goike
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Umschlagtext
Leseprobe
Jo-Achim
Goike für Literaturkritiken.de, 16. Januar 2006
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