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Charlotte Link: Das Echo der Schuld
Umschlagtexte  Fesselnd,
abgründig, raffiniert - einfach meisterhaft: Der neue psychologische
Spannungsroman von Bestsellerautorin "Charlotte Link"!
In tiefer Nacht sinkt ein Boot vor der Küste Schottlands. Nichts
als ihr Leben können die deutschen Aussteiger Nathan und Livia
Moor retten. Von der Engländerin Virginia Quentin und deren
Mann werden sie mit dem Notwendigsten versorgt, doch dann folgt der
undurchsichtige Nathan Virginia ungebeten in das Zuhause der Familie
nach Norfolk. Virginia, die ihn anfangs nur aufdringlich findet, öffnet
sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Dann geschieht
das Unfassbare: Virginias siebenjährige Tochter verschwindet
spurlos.
"Charlotte Link" schreibt so gut und so britisch, dass selbst
ihre englische Kollegin Minette Walters vor Neid erblassen würde!" SWR
Minutenschnell sinkt ein Segelboot nach der Kollision mit einem Frachter
vor der Isle of Skye, Meilen vor Schottlands wilder Küste. Ihr
Leben ist alles, was die deutschen Aussteiger Livia und Nathan Moor
noch retten können. Die Engländerin Virginia Quentin und
ihr Mann Frederic, ein Bankier, nehmen die Schiffbrüchigen in
ihrem Ferienhaus auf. Nathan, der sich über alle Regeln des
Anstands hinwegsetzt und ihr ungebeten in das düstere Zuhause
nach Norfolk folgt, stößt die verschlossene Virginia anfangs
ab. Doch es ist auch Nathan, dem es gelingt, sie am einzigen Punkt
zu berühren, an dem Virginia in ihrer Einsamkeit empfänglich
ist. Virginia öffnet sich ihm mehr als je zuvor einem anderen
Menschen und erzählt ihm ihre Geschichte - vom Echo der Schuld,
das sie in jeder Sekunde ihres Lebens zu hören meint.
In einem kurzen Augenblick des inneren Friedens bricht das Entsetzen
in die Gegenwart ein: die kleine Kim, Virginias siebenjährige
Tochter, kehrt von der Schule nicht mehr heim. Und bleibt spurlos
verschwunden. Ist sie vor der zerbrechenden Ehe ihrer Eltern geflohen?
Oder ist sie Opfer eines Verbrechers geworden, der bereits zwei andere
Mädchen getötet hat? Zu ihrem Entsetzen muss Virginia feststellen,
dass womöglich sogar Nathan etwas mit den schrecklichen Geschehnissen
zu tun hat.
Gnadenlos fesseln lotet "Charlotte Link" auch in ihrem
neuen psychologischen Spannungsroman "Das Echo der Schuld" die
Untiefen und verborgenen Strömungen menschlicher Gefühle
aus. Sie entwirrt scharfsichtig die Netze der Vergangenheit und beschreibt
feinfühlig die seelischen Landschaften ihrer Charaktere.
"Charlotte Link" beweist außergewöhnliches Talent
für spannende Unterhaltung!" (dpa)
"Charlotte Link" ist die erfolgreichste deutsche Autorin der
Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane in bester englischer
Erzähltradition (u. a. "Das Haus der Schwestern", "Die
Rosenzüchterin", "Am Ende des Schweigens") stehen
regelmäßig über viele Monate an den Spitzen der Bestsellerlisten.
Die zumeist mehrteiligen Verfilmungen ihrer Bücher werden mit
enormem Erfolg im Fernsehen ausgestrahlt.
"Charlotte Link", seit vielen Jahren engagierte Tierschützerin,
lebt mit ihrer Familie und ihren Hunden in der Nähe von Frankfurt/Main.
Zuletzt
von "Charlotte Link" bei Blanvalet:
Das Haus der Schwestern
Die Rosenzüchterin
Am Ende des Schweigens
Leseprobe Grace
riss die Haustür auf und stolperte in Bademantel und Pantoffeln
hinaus auf die Auffahrt, um den Wagen zu stoppen. Nathan, der am
Steuer saß, bremste scharf. Virginia sprang sofort hinaus,
als sie die völlig aufgelöste Frau im Lichtkegel erblickte.
"Grace! Was ist passiert? Ist etwas mit Kim?"
Grace, die während der letzten Minuten ihre Fassung mühsam
wieder gefunden hatte, brach nun erneut in Tränen aus. "Sie
ist verschwunden", schluchzte sie.
"Was heißt das?", fragte Virginia schrill. "Was
heißt verschwunden?"
Inzwischen stieg auch Nathan aus. "Beruhigen Sie sich",
sagte er zu Grace. "Kim ist verschwunden? Seit wann?"
Grace berichtete vom Ablauf des Nachmittags. "Ich konnte mich
einfach nicht länger auf den Beinen halten", weinte sie, "deshalb
wollte ich mich kurz hinlegen. Ich wollte nicht einschlafen. Ich
verstehe nicht, wie."
"Niemand macht Ihnen einen Vorwurf", sagte Nathan. "Sie
sind krank, und Sie waren überfordert."
Virginia biss sich auf die Lippen. "Wo ist denn Jack?"
"Der hat einen Transport nach Plymouth. Er konnte nicht absagen."
"Wir müssen sofort die Polizei anrufen", sagte Virginia,
voller Panik.
"Vielleicht hält sie sich irgendwo im Park verborgen",
sagte Grace, "sie baut sich doch andauernd Höhlen und
Geheimgänge und solche Verstecke."
"Aber weshalb sollte sie sich verstecken?", fragte Virginia.
"Sie war sehr traurig und bedrückt heute", sagte Grace.
Sie wich Virginias Blick aus. "Es war doch der erste Schultag,
und sie konnte nicht verstehen, weshalb . Nun, weshalb ihre Mutter
nicht hier war. Und ich konnte mich auch nicht richtig um sie kümmern.
Vielleicht wollte sie einfach." Sie hob die Schultern. "Vielleicht
wollte Sie einfach weg!"
"O Gott", flüsterte Virginia.
Leseprobe:
Blanvalet Wenn
Sie anfangen, den neuen Spannungsroman "Das Echo der Schuld" von "Charlotte
Link" zu lesen, dann sollten Sie sehr viel Zeit mitbringen.
Denn Sie werden nicht aufhören können und nicht im Stande
sein, das Buch einfach wegzulegen. Ich hab für die 542 Seiten
genau zwei Tage gebraucht, und nur sehr wenig geschlafen. Spannend
ist gar kein Ausdruck dafür, wie "Charlotte Link" den
Leser zu fesseln vermag. Mit unnachahmlicher Geschicklichkeit lässt
sie die verschiedenen Handlungsstränge nebeneinander herlaufen,
um sie dann am Ende zu einem großartigen Ganzen zu verknüpfen.
Und bei jedem Strang fiebert man mit: bei der melancholischen Virginia,
die dem attraktiven aber sehr undurchsichtigen Nathan immer mehr
verfällt; bei Liz Alby, die nur schnell am Strandkiosk ein
Sandwich besorgen will, und beim Zurückkommen ihre kleine
Tochter Sarah nicht mehr findet; bei Claire Cunnigham, deren Tochter
Rachel vom Kindergottesdienst nicht heimkommt; bei der kleinen
Janie, die so traurig ist, weil sie den netten Mann, der ihr eine
Geburtstagparty spendieren wollte, verpasst hat; bei Livia, die
der Schock vom Untergang ihres Bootes samt ihrem ganzen Hab und
Gut in einen traumatischen Zustand versetzt; bei Frederic, der
es einfach nicht fassen kann, dass seine geliebte Frau Virginia
auf so einen windigen Schaumschläger wie Nathan hereinzufallen
scheint; und sogar bei Nathan, der alle und jeden schamlos anlügt
und betrügt, und für ein sorgloses Leben vielleicht sogar über
Leichen gehen würde. Natürlich sind einige Stränge
der Handlung vorhersehbar. Aber der Schluss ist ein echter Knaller.
Und "Charlotte Link" verliert nie den Überblick über
ihre Handlungsstränge, und führt sie alle logisch und
gekonnt und ungeheuer aufregend zusammen.
Fazit: Der Roman "Das Echo der Schuld" von "Charlotte
Link" ist eines jener Bücher, die man kaum mehr aus der
Hand legen kann: spannend und aufregend, voller interessanter Charaktere,
mit wunderbaren Landschaftsbeschreibungen, und geschrieben mit
einem unnachahmlichen Gespür für psychologische und tiefenpsychologische
Zusammenhänge. So ungeheuer gefesselt hat mich vorher nur
ihr "Haus der Schwestern". Einfach super!
Julia Edenhofer
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Julia
Edenhofer für Literaturkritiken.de, 28.07.07
verlegt
bei Blanvalet
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