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Nie mehr schlafen
Willem Frederik Hermans
Das
Buch
Der niederländische Student Issendorf unternimmt gemeinsam mit drei
norwegischen Kommilitonen eine Expedition in die Finnmark. Er hofft,
Beweise für eine Theorie zu finden, die ihn über Nacht zu einem berühmten
Forscher machen könnten: Nach Erkenntnissen seines Professors sollen
einige Seen in der Gegend durch Meteoriteneinschläge entstanden sein.
Doch in Norwegen angekommen, muss Issendorf feststellen, dass man ihm nicht
nur die dringend benötigten Luftaufnahmen vorenthält. Auch die Exkursion
gerät zu einem Alptraum. Tausende von Mückenstichen, das unwegsame Gelände
und das nasskalte Klima steigern die Strapazen ins Unerträgliche.
In einem verzweifelten Akt der Selbstüberschätzung verlässt Issendorf seinen
Freund Arne und macht sich auf eigene Faust auf den Weg. Als er völlig erschöpft
zurückfindet, ist sein besonnener Freund tödlich verunglückt. Zwar bleibt
die Hypothese vom Meteoriteneinschlag unbewiesen, doch war Issendorf auf
seinem Weg zurück in die Zivilisation Zeuge eines ungewöhnlichen Lichtphänomens:
Ohne es zu ahnen, hat er über der Finnmark einen Meteoriten niedergehen
sehen.
Einmal mehr entlarvt Willem Frederik Hermans in diesem stilistisch und psychologisch
ausgefeilten Roman menschliches Handeln und Streben als tragikomischen,
ja neurotisch geprägten Selbstbetrug.
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