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Das Lexikon der Geschmacklosigkeiten
Karl Shaw
Buch-Kritik
Für sein "Lexikon der Geschmacklosigkeiten" hat Karl Shaw tief in
Archiven und Anekdotensammlungen gewühlt. Die kuriosesten und teilweise
auch wahrhaft ekelhaftesten Begebenheiten trug der Autor für seine
Sammlung zusammen.
Für manche Abschnitt des Buches wie zum Beispiel "10 Todesfälle auf dem
Örtchen" braucht der Leser einen starken Magen, denn Menschen werden zerhackt,
ertrinken in Jauchegruben oder Toilettenschüsseln.
Eher geschmacklos sind Auflistungen wie "10 Hollywoodstars, die sich erschossen"
oder "12 weit verbreitete Parasiten"; sie wechseln sich mit kuriosen Persönlichkeiten
wie "10 schwule Monarchen" ab.
Das Buch zielt auf die Lachmuskeln des Lesers und wird dem Anspruch zu über
90 Prozent gerecht. Eine leichte Lektüre für zwischendurch, oder die Sitzung
auf dem Örtchen - an Stelle von Zeitschriften.
Eine Geschmacklosigkeit hat der Autor allerdings vergessen aufzulisten:
einen, wenn auch geringen, Teil der Anekdoten hat er bereits in seinem Buch
"Lexikon der Exzentriker" verarbeitet.
Thomas Maiwald
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Literaturkritiken.de, September 2002 | |
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