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Kein Krieg, nirgends:
Die Deutschen und der Terror
Henryk M. Broder
Das
Buch
Seit dem 11. September, dem Tag des Terroranschlags auf das World
Trade Center in New York, steht die Auseinandersetzung mit dem Geschehen
und seinen Ursachen auf der Tagesordnung des öffentlichen Diskurses
in Deutschland.
Zunächst mit ungläubigem Staunen, später mit hellem Zorn, verfolgte Henryk
Broder die Äußerungen dieser Debatte, den Stimmungswandel, der mehr und
mehr den Amerikanern selbst das Geschehene zur Last legte. Ob auf Stammtischniveau
oder in Gestalt politischer und auch philosophischer Analyse, ob in der
Form eines plumpen Antiamerikanismus oder unter dem Deckmantel einer naiven
Friedensbewegtheit, die Debatte entwickelte sich von ihrem Ausgangspunkt,
der Empörung über die Tat, fort zu einer Anklage der USA, ihrer Politik,
ihrer Lebensweise, die das eigentliche Geschehen, den terroristischen Angriff
auf unschuldige Menschen, ganz aus dem Blick zu verlieren schien.
Dieses Buch spiegelt die Reaktion weiter Teile der deutschen Öffentlichkeit
auf den Terrorangriff vom 11. September 2001. In vielen Zitaten findet Henryk
Broder eine Haltung, die alte antiamerikanische Ressentiments heraufbeschwört
und Täter und Opfer verwechselt.
Eine gesellschaftliche Reportage, die ihre Bedeutung über den Tag hinaus
bewahren wird, weil sie viel über die Stimmungslage in unserem Land sagt.
"Henryk Broders Buch kommentiert auf fulminante Weise die erschreckende
Inkompetenz der kommentierenden Klasse in Deutschland, die flagrante Unfähigkeit,
sich mit den neuen weltpolitischen Herausforderungen ernsthaft auseinander
zu setzen."
(Reinhard Mohr)
Broders mit vielen Zitaten arbeitender Bericht ist eine Zustandsbeschreibung
deutscher Befindlichkeiten in der Krise, die Reaktion eines genauen Beobachters
auf die zum Teil grotesken Äußerungen des deutschen Zeitgeistes.
Henryk M. Broder ist Reporter beim "Spiegel". Kaum ein Autor ist hellhöriger,
was die gesellschaftlichen Lautverschiebungen in diesem Land angeht. Broder
hat u. a. geschrieben: "Erbarmen mit den Deutschen", "Volk und Wahn", "Jedem
das Seine", "Die Irren von Zion", "Der ewige Antisemit".
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Verlegt im Berlin Verlag | |
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