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Hellblau
Thomas Meinecke
Das
Buch
Tillmann verbringt den Sommer in North Carolina. Ein Hurrikan zieht
auf. Ein Leuchtturm wird verschoben. Auf dem Meeresboden ruhende Kriegsschiffe
bilden die Kulisse für Tauchgänge.
Ein hellblauer Badeanzug, ein westafrikanisches Gewand, in Form gebrachte
Augenbrauen. Reagan besucht Bitburg. Jüdische Jungen, die den Blues singen,
der Antisemitismus der Black-Power-Bewegung und die "Frauen fremder Völker".
Abschiebungen von Asylbewerbern, Streit um die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern,
schwarze Aliens. Chicago, Detroit, Mannheim, Berlin, Krakau. Das ist der
Kosmos des neuen Romans von Thomas Meinecke.
Nachdem der Autor in The Church of John F. Kennedy Konzepte nationaler Identität
in Frage gestellt und seine Figuren im Roman Tomboy in "gender trouble"
gebracht hat, kreiselt Hellblau um die Konstruktion ethnischer Identität.
Was ist ein Europäer, Afrikaner, Amerikaner, der jüdische Mann? Welche Folgen
hat der transatlantische Sklavenhandel für die heutige Technomusik? Was
- überhaupt - kann eine Technoplatte erzählen? Und wie politisch ist das?
Inwiefern kann die Sängerin Dana International als ehemaliger Junge den
Staat Israel beim Grand Prix de la Chanson repräsentieren? Und welche Farbe
hat eigentlich Mariah Carey?
Tillmann und seine Freundinnen Yolanda und Cordula tauschen E-Mails, Faxe,
Platten und Bücher aus. Meinecke vernetzt die Perspektiven seiner Denk-Figuren
zu einem polyphonen Textgeflecht.
Thomas Meinecke, 1955 in Hamburg geboren, lebt seit 1994 in einem oberbayerischen
Dorf. Er ist Schriftsteller, Musiker in der Band FSK und Radio-Discjockey.
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