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Die Geistigen Gesetze
Erkennen, verstehen, integrieren
Kurt Tepperwein
Buch-Kritik
Eine Redensart besagt: Unwissenheit schütze nicht vor Strafe. Richtiger
wäre es wohl zu sagen, Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenz,
denn egal ob wissend oder unwissend, wir alle sind weltlichen und
geistigen Gesetzen unterworfen.
Wenn ein Kind das Fahrradfahren lernt, muss es sich an die Gesetze der Physik
halten. Wenn ich das Gleichgewicht verliere falle ich um (Gesetz der Schwerkraft)
- könnte ein ganz einfaches Beispiel lauten.
Aber auch der Straßenverkehr hat seine eigenen, zum Teil abstrahierten,
Gesetze wie "Rechts vor Links" die es zu kennen und umzusetzen gilt.
Weltliche Gesetze sind weitgehend bekannt und fassbar. Doch wie steht es
um das Wissen der geistigen Gesetze? Und wozu sollte solch ein Wissen gut
sein?
Viele
Menschen gelangen in ihrem Leben an den Punkt, an dem sie nach dem Sinn
fragen, nach dem "warum", nach dem, was hinter den Dingen steckt.
Gut, das Buch "Die geistigen Gesetze" kann nicht alle Fragen beantworten
und enthält auch nicht die schlussendliche Antwort, ABER, es bringt den
aufgeschlossenen Leser auf seinem Weg ein sehr großes Stück weiter.
Wir Menschen leben nicht aus Jux und Dollerei auf dieser Welt - und die
"Welt" funktioniert auch nicht nach dem Chaos- oder Zufallsprinzip, sondern
vielmehr nach klaren, festen Regeln. Einen Großteil dieser Regeln hat der
Autor Kurt Tepperwein in seinem Buch aufgeschrieben und anschaulich erklärt.
Viele dieser Gesetze sind den meisten Menschen bekannt - auch wenn sie uns
oftmals nicht bewusst sind. Denken Sie einfach mal an den Ablauf der Jahreszeiten
oder den Wechsel von Tag und Nacht. Das Gesetz, das dahintersteckt, ist
das Gesetz des Rhythmus.
Viele Menschen glauben, dass das Gesetz des Karma ein Gesetz der Strafe
wäre. Aber in dem Buch wird kein einziges strafendes Gesetz erwähnt. Und
nicht Gott straft den oder die Menschen, sondern jeder Mensch trägt zu hundert
Prozent die Konsequenzen seines Handelns. Das hat für uns manchmal den Anschein
das Leben sei ungerecht, aber das liegt nach meiner Ansicht darin begründet,
das uns der Überblick fehlt, denn das was mir in diesem Leben widerfährt
ist die Konsequenz - die Summe - meiner vorhergehenden Leben. Jeder Mensch
erntet was er sät.
Wenn ich abends zu spät ins Bett gehe, dann bin ich am nächsten Morgen unausgeschlafen.
Wenn ich jeden Tag Sahnetorten esse, dann werde ich dick. Manche Auswirkung
und Ursachen vollziehen sich schnell, so schnell, dass wir Menschen sie
wahrnehmen.
Andere Ursachen ziehen ihre Wirkung so langsam nach, dass wir Menschen den
Zusammenhang nicht erkennen. Die meisten Menschen haben keine bewusste Erinnerung
an die vergangen Leben und doch ist diese Erinnerung unterbewusst vorhanden
und wir erleben im aktuellen Leben die Konsequenzen aus den vorhergegangenen
Leben: Wie ich in meinen letzten Leben handelte, so widerfährt es mir im
jetzigen Leben. Hinter beidem steckt das Gesetz von Ursache und Wirkung
(ein anderer Name für Karma).
Bei genauer Betrachtung ist das Gesetz des Karma auch ein Gesetz der absoluten
Gerechtigkeit, denn niemand kann den Konsequenzen seiner Handlungen entkommen;
im Negativen wie im Guten.
Das Buch behandelt nicht nur das Gesetz des Karma, sondern auch komplexere
Gesetze die sich mit nahezu allen Bereichen des menschlichen Lebens befassen.
Dass diese Gesetze eine Kraft, eine Existenz geschaffen hat, die wir nie
ganz fassen können und vielleicht Gott nennen, daran lässt Kurt Tepperwein
keinen Zweifel offen. Warum auch? Wenn ihnen das Wort Gott unsympathisch
ist, dann ersetzen sie ihn durch Tao oder einen anderen Begriff.
Fazit
Der Autor schenkt dem Leser einen tiefen Einblick in die geistigen Gesetze
und er erklärt die Gesetzmäßigkeiten anschaulich.
Das Buch ist eines der Werke, die man unablässig lesen möchte, weil man
immer wieder Neues entdeckt.
Am liebsten hätte ich mir manche einfachen aber so treffenden Wahrheiten
groß auf einen Zettel geschrieben. Bloß wäre dann meine Wohnung mit Zetteln
und Sinnsprüchen zugehängt.
Für mich ist dieses Buch ein Geschenk und ich werde es verschenken.
Thomas Maiwald
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Verlegt bei
Goldmann
Literaturkritiken.de, Juni 2002
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