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Funny Boy
Shyam Selvadurai
Buch-Kritik
Ein "Funny Boy" ist nicht ein lustiger Typ, sondern eher
das, was man im Deutschen verkehrt herum meint (schwul).
Arjie ist anders als sein Bruder und die meisten seiner Spielkameraden.
Er sieht, denkt und empfindet anders. Und noch ehe er selbst begreift homosexuell
zu sein, keimt in seinen Eltern schon die Befürchtung einen "Funny
Boy" zu haben.
Das wunderschön und atmosphärisch dicht geschriebene Buch hat einen Haken:
die Erzählung endet als der Hauptdarsteller Arjie in die Pubertät kommt.
Das lässt zweifelsfrei einige Fragen offen.
Die humorvolle Schilderung einer Kindheit, das Entdecken der Ecken und Kanten
des Lebens, der Ausbruch des Bürgerkrieges - Arjie erlebt vieles in seiner
Kindheit und mit wachen Augen schreibt er seine Eindrücke nieder.
Da ist man gespannt auf das Coming Out, doch das Einzige, was sich der Autor
erlaubt sind Andeutungen, heiße Träume und die erste scheue Berührung zwischen
zwei pubertierenden Knaben.
Das Buch weckt die Hoffnung auf eine Fortsetzung bzw. mehr Lesestoff des
Autors.
Thomas Maiwald
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