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Anleitung zum Unglücklichsein
Paul Watzlawick
Buch-Kritik
Endlich! Nachdem mir schon mein Vater (wohl aus guter Absicht) einen
Ratgeber schenkte "So schaffen Sie es!" und auch andere
Mitmenschen mich beglückten, fand ich die "Anleitung zum Unglücklichsein".
Zugegeben, dass Buch, welches mein Vater mir schenkte war so schlecht nicht.
Am besten gefiel mir der Rat auf einen Zettel zu schreiben, wie die Welt
mich haben und sehen will und auf den anderen Zettel zu schreiben, was ich
selbst will. Danach warf ich, ganz nach Anleitung, erst den Zettel weg auf
dem stand wie andere mich sehen wollen; dann folgte der zweite Zettel, denn
ich wusste nun, was ich wollte und nach den Zetteln warf ich das Buch weg.
Der Titel "Anleitung zum Unglücklichsein" ist bewusst provokant
gewählt. Dabei trifft er den Nagel auf den Kopf. Dieses Buch verkehrt die
Art und Weise der typischen "99 Schritte zum sofortigen Glück"-Ratgeber.
Statt zu sagen, was man tun und lassen soll, rät der Autor alles zu unterlassen,
was einen glücklich machen könnte. Das garantiert einen manchmal zynischen,
oft syphisanten, aber stets intelligenten Lesespaß!
Folgen Sie bloß nicht den Tipps, gehen Sie keinesfalls auf die Ratschläge
ein - bleiben Sie unglücklich und leiden weiterhin - denn das ist ja auch
was schönes.
Das Buch ist ein wunderbares Geschenk. Allerdings sollten Sie Vorsicht walten
lassen, denn manche Zeitgenossen werten es als persönlichen Angriff, wenn
man ihnen Gutes tun möchte.
Thomas Maiwald
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